Berichte über Radreisen in den Niederlanden, Schweden, Finnland, dem Baltikum, Polen und Norddeutschland
Mittwoch, 26. Juni 2019
Nachlese...
16 Tag war ich insgesamt unterwegs. Davon ein Ruhetag, und ein ganzer Tag auf der Fähre (ohne Radfahren). Das war der letzte Tag auf See auf der Strecke von Helsinki nach Travemünde. Vom Fährhafen hat mich Anja mit dem Auto abgeholt. Sonst wäre ich noch ein tag länger weg gewesen, denn die Fähre kam erst um 22:30 Uhr an.
Ich habe einmal in Deutschland übernachtet, einmal auf der Fähre nach Norwegen, einmal in Norwegen, 7 Tage in Schweden (davon zwei in der "Jugendherberge" in Stockholm), 4 mal in Finnland, davon einmal in einer Hütte und dann zusätzlich noch einmal auf der Fähre von Finnland nach Deutschland. Die anderen Nächte habe ich im Zelt geschlafen. Einmal hab ich auf einem Campingplatz nicht gezahlt, da hab ich niemanden gefunden. Der günstigste betrug 7 € (auf den Aaland-Inseln) und der teurste 25 € (an der norwegischen Grenze). Die Hütte hat 45 € gekostet und die Herberge ich Stockholm pro Nacht etwa 80 €.
Richtig teuer war die Fährfahrt von Helsinki nach Travemünde. Mit Kabine und Essen habe ich dafür 515 € bezahlt - mit dem Fahrad. Dagegen war die Fähre von Kiel nach Oslo günstig. Dort habe ich 279,20 € bezahlt. Da war allerdings kein Essen drin. An Bord habe ich nochmals etwa 50 € asugegeben (einmal Kaffe & ein Stück Kuchen, ein mal Abendessen beim "Italiener" und einmal Frühstücksbuffet)
Dienstag, 11. Juni 2019
Von Pargas bis Helsingfors
Ich habe heute geschummelt.
Ich bin nämlich tatsächlich von Pargas aus nach Turku zum Bahnhof gefahren und von dort mit dem Zug nach Helsinki. Weiter mit dem Fahrrad zum Hafen. Auf dem Weg von Pargas Richtung Tammisaari habe ich mir kurzfristig überlegt, dass ich die Route abkürze.
Hintergrund war der, dass ich praktisch zwar auf einem Fahrradweg aber neben der Autobahn gefahren bin. Dies wäre sowohl in der Region von Turku als auch in der Region von Helsinki das übliche gewesen. Insoweit habe ich mir gedacht, dass das nach dem Schärengarten einfach keine schöne Strecke mehr sein wird.
Dazu kommt dass es dass ich an zwei Tagen über 120 km hätte fahren müssen. Es war zu erwarten dass es zum Teil wieder sehr steil bergauf und bergab geht. Dazu muss man wissen, dass sie in Finnland war wirklich viel Radwege bauen aber zum Teil die Straßen so steil sind dass man dort mit dem Liegerad kaum hochkommt. Insbesondere wenn dann der Bodenbelag noch schlecht ist heißt es absteigen. Das ist relativ gefährlich, wie ich auf meiner ersten Finnland Radtour in Erfahrung bringen musste. Da bin ich nämlich mit dem Liegerad auf die Nase geflogen.
So bin ich heute trotzdem noch 45 km gefahren und morgen werde ich erst am Abend um 21:30 Uhr in Travemünde ankommen. Ich bin dann einen Tag früher zu Hause.
Montag, 10. Juni 2019
Durch den finnischen Schärengarten
Es war ein langer Trip heute. Auf der Insel Inö bin ich gestartet wobei ich auf dieser Inselgruppe und gleich noch eine der üblichen Auto-Fähren nehmen musste bis ich dann zu einer Fähre kam die länger unterwegs war. Dort musste ich, obwohl ich bisher nur 10 km gefahren war bis um 11:30 Uhr warten. Dies war heute die erste Fähre aauf dieser Strecke an dem Tag so, dass ich keine Wahl hatte. Die Strasse dorthin war unterbrochen von blicken auf die Scheren, über Brücken und am Buchten vorbei über ziemlich einsame Inseln.
Die nächste Inselgruppe musste ich wieder mit etwa 23 km überqueren. Dort war ein ähnliches Bild, vielleicht war ein bisschen mehr los. Insbesondere war die Inselgruppe erneut mit zwei Fähren miteinander verbunden.
Leider musste ich am Ende dieser Inselgruppe erneut warten. Etwa eine knappe Stunde. Die vorhergehende Fähre hatte ich um wenige Minuten verpasst. Diese fuhr dann wiederum eine Dreiviertelstunde bis ich die Inselgruppe erreichte, die praktisch mit dem Festland verbunden ist. Diese ist nur unterbrochen von einzelnen zum Teil relativ großen Fähren die vom finnischen Straßenverkehrsamt geführt werden. Auch dort bin ich heute noch mit zwei weiteren Fähren gefahren. Wenn ich richtig gerechnet habe bin ich heute also insgesamt mit sieben Fähren gefahren, wovon eine 1 1/2 Stunden, eine 3/4 Stunde und die anderen jeweils nur wenige Minuten gefahren ist.
Der letzte Teil war der längste zum Fahrradfahren. Es kamen dann noch einmal 55 km dazu. War auch am anstrengendsten weil es wieder sehr hügelig wurde.
Zu guter Letzt kam ich jedenfalls auf einen hervorragenden Campingplatz an der ein angeschlossenes Restaurant hat. Dort habe ich mir einen Burger mit Pommes und einem Bier gegönnt. Ich vermute dass das Bier vielleicht nicht ganz so viel aber doch halb so viel gekostet hst, wie meine Übernachtung. Bier ist in Finnland irre teuer. Zumindest dann wenn man es in einem Restaurant oder etwas ähnlichem trinkt.
Heute war herrliches Wetter wobei die Grundtemperatur nicht sehr hoch war. Das hat sich jedoch sehr stark unterschieden. Auf dem Wasser war es zum Teil wirklich richtig kalt obwohl immer die Sonne geschienen hat. War ich auf einer Insel unterwegs war zum Teil dann doch relativ warm. Insbesondere ist die Sonne so heftig dass ich schon allein aus Sonnenschutz - gründen immer den Helm getragen habe den ich sonst gern mal an dem Gepäck anhänge. Es war sehr windig.
Ab morgen dürfte es erst einmal vorbei sein mit den Fähren. Ich nähere mich mit Riesenschritten Helsinki. Von dort wird es dann mit der Fähre zurück nach Deutschland gehen. Leider gibt es als Zielhafen von Helsinki nur Travemünde.
Sonntag, 9. Juni 2019
Von den Aalands in die Schären vor Turku
Der Campingplatz war sehr ruhig gelegen. Aber es gab wirklich viele Moskitos. So hatte ich mich am Vorabend bereits um 21 Uhr in mein Zelt zurückgezogen um etwas Ruhe vor den Viechern zu haben.
Nach einem guten Frühstück habe ich zusammengepackt und bin zur Fähre aufgebrochen.
Es war nur eine kurze Fahrt, dann war zunächst warten angesagt.
Nach einer wirklich schönen aber über drei Stunden dauernden Fährfahrt ging es über die Inselgruppe Brändö bis nach Kustavi. Dort fragt erneut eine Etappe mit dem Fahrrad von gut 20 km durch den Ort Kustavi wie durch bis zum Fährhafen nach Iniö. Nach der Ankunft in Kustavi habe ich zunächst jedoch erst einmal etwas gegessen weil ich mir nicht sicher war ob ich danach noch die Möglichkeit erhalten werde. Tatsächlich habe ich in dem Ort dann jedoch noch einen offenen Supermarkt finden können sodass ich dort mir zumindest einen Joghurt für das nächste Frühstück kaufen konnte. Haferflocken habe ich noch. Brot und Brötchen sahen mir nicht genießbar aus. Das ist ja gleich so an eine Art russische Einschlag. Selbst die Croissants sind mit irgendwelchen komischen Dingen gefüllt und die Sprache ist so unverständlich dass man vor Überraschungen nicht gefeit ist. Einfache Brötchen oder Baguettes gibt es zumindest nicht halbwegs frisch. In irgendeiner Tüte gibt es sowas abgepackt aber das sind in der Regel dann auch Dinge die eine etwas andere Geschmacksrichtung haben. Sie sind dann zumindest süß oder irgendwie jedenfalls anders.
Es kam dann noch zehn weitere Kilometer. Zwischendrin hatte ich den Eindruck dass ich einen Defekt hatte aber das war nicht so. Alex hat sich ungünstigerweise eine Schlaufe einer Packtasche in der Kette so verhängt, dass sie das Treten beschwerlich machte aber nicht dazu führte dass die Kette herausspringen. Bei einer Umlenkrolle hatte sich der Gurt eingeklemmt. Nun ist der Gurt natürlich ziemlich in Mitleidenschaft gezogen und meine Finger sind schwarz.
Ich kam dann so an den Fährhafen an dass ich noch eine gute Stunde Zeit habe.
Um 18:30 Uhr geht's dann weiter. Ich gehe davon aus dass ich dann nicht weiter komme von der Inselgruppe Iniö. Das muss dann morgen geschehen. Auf den Tafeln die hier vorhanden sind, sieht es so aus als gäbe es zumindest 3 Bed & Breakfast und möglicherweise auch einen Campingplatz. Auf Google sind die alle nicht verzeichnet.
Mit viel Glück komme ich noch auf die nächste Inselgruppe. Dort soll direkt am Hafen oder in der Nähe des Hafens ein Campingplatz sein. Das wird und aber spät sein. Ich habe den Fahrplan allerdings nicht finden können.
Samstag, 8. Juni 2019
Von Eckerö nach Vardö - über die Aaland-Inseln
Durch die Zeitumstellung bin ich nicht zu sehr früh aufgestanden. Nachdem ich zusammengepackt hatte und gefrühstückt hatte habe ich mich auf die Suche gemacht nach einem der den Campingplatz verwaltet. Habe aber niemanden finden können. So bin ich dann gefahren.
Schon nach wenigen Kilometern habe ich angehalten weil ich ein kleines Kaffee entdeckt hatte dass ich vor vielen Jahren als ich schon einmal mit dem Fahrrad über die Holland Inseln gefahren bin aufgesucht hatte dabei eine kurze Rast gemacht. Ich habe einen Kaffee getrunken und zwar kleine süße Teilchen gegessen. Die haben herrlich geschmeckt. Außerdem habe ich mir noch zwei Baguette Brötchen mitgenommen für den späteren Tag.
Die Fahrt über die Aaland Inseln war sehr schön. Interessanterweise gibt es obwohl die Straßen nicht so sehr stark befahren sind immer wieder Radwege. Natürlich geht es auch hier bergauf und bergab aber es hält sich im Rahmen. Das ist nicht viel mehr als bei uns zu Hause. Dafür hat man immer wieder den Blick auf die Ostsee Punkt von jeder Brücke sieht man eine kleine Insel in den Schären Gebieten oder einfach nur herrlich gelegene Häuser. Insgesamt wird es hier so als würde das Leben schon sehr geruhsam vor sich her gehen. Und alles wird miteinander verknüpft. So bin ich an einer Tankstelle vorbeigefahren die sowohl Boote als auch Autos beliefert.
Andere Tankstellen haben in der Regel ein Supermarkt dabei oder der Supermarkt der Tankstelle.
Eine ganze Weile habe ich überlegt was ich machen soll denn ich hätte heute noch eine Insel weiterfahren können. Das wäre einerseits ganz gut gewesen weil die Fährfahrt gute drei Stunden dauert. Andererseits wäre ich von dieser kleinen Insel nicht heruntergekommen. Ich habe mich deswegen entschlossen dazu auf der Insel vaadhoo zu bleiben und dem Campingplatz hier auszuprobieren. Dieser Campingplatz liegt zumindest fantastisch. Er ist nicht in einem sonderlich guten Zustand. Die Leute sind auch nicht sehr freundlich. Aber dafür habe ich ziemlich wenig bezahlt. Das war mein günstigster Campingplatz auf der gesamten Reise bislang wenn man mal von dem absieht, dass ich für den Platz gestern nichts bezahlt habe.
Morgen werde ich dann so aufbrechen dass ich die erste Fähre nehmen kann wobei durch den Feiertag nur drei Fähren an diesem Tag fahren. Ich bekomme dann jedoch unproblematisch die Anschluss Fähre von der nächsten Insel runter dazwischen liegen 20 km dich mit dem Fahrrad zurücklegen muss. Wäre ich heute schon auf die andere Insel gefahren hätte ich lediglich einen Zeitgewinn von anderthalb Stunden erreicht. Du habe ich diesmal davon abgesehen. Es ist etwas ungünstig dass ich hier gerade an war am Wochenende das erst gerade an Pfingsten bin Punkt dadurch fahren nicht so viele Fähren wie unter der Woche.
Freitag, 7. Juni 2019
Von Stockholm auf die Aaland Inseln
Nach einem guten Frühstück ging es von der Herberge auf Langholmen mit dem Rad zum Strömkajen. Dort fahren die Boote in die Schären ab. Die Fahrt war nur kurz und durchweg auf Radwegen.
Die Fahrt durch die Schären mit dem Boot war natürlich herrlich. Es hat aber relativ lange gedauert, ich war kurz nach 12 Uhr in Norrsund. Leider etwas zu spät und so musste ich die Mittagspause der Straßen Fähre abwarten so dass ich dort erst um 12:45 Uhr starten konnte. Dann war es irgendwie schwierig es war sehr warm ich hatte irgendwie an dem Imbiss in norrsund zwei Hotdogs gegessen die waren aber schlecht ich hatte mich danach nicht gut gefühlt. Aber ich hatte das Gefühl ich muss unbedingt irgendwas essen bevor ich losfahre. In der Mittagshitze zu starten macht natürlich auch nicht die größte Freude. Zwischendrin habe ich mal gesehen dass wir 28 Grad haben. Das war aber schon zu einem Zeitpunkt als ich ordentlich Rückenwind hatte und längst ein Stück gefahren war. Ich gehe davon aus dass es mittags wärmer war. Die Gegend war fantastisch. So wie man sich Schweden vorstellt kleine Sträßchen kleine Dörfer mit herrlichen Höfen und Häusern und immer wieder unterbrochen von Wasser seien es Seen, oder die Ausläufer der Ostsee. Es fiel mir jedoch trotzdem nicht leicht die ganze Fahrt war anstrengend. Möglicherweise hat mir der freie Tag nicht gut getan oder ich habe mich einfach nicht körperlich nicht sonderlich fit gefühlt. Vielleicht war es auch beides zusammen. gleichwohl bin ich dann gut um etwa 18 Uhr in grisslehamn angekommen. Dort habe ich dann auch relativ schnell einen Supermarkt gefunden und dem ich mich mit dem Frühstück für morgen eindecken konnte. Ich muss jetzt hier noch warten bis um 20 Uhr bis die Fähre nach eEkerö, das ist auf den Alandinseln startet. Nach Ortszeit werde ich dort erst um 22:30 Uhr ankommen. In unmittelbarer Nähe sind jedoch zwei Campingplätze so dass ich davon ausgehe dass ich dort zumindest unterkommen kann und ich hoffe dass die Servicegebäude offen sind oder da sogar noch jemand vor Ort ist der einchecken lässt.
Donnerstag, 6. Juni 2019
"Ruhetag" in Stockholm
Später habe ich noch einen anderen Anbieter ausprobiert, da war der Roller jedoch deutlich schlechter, der war nicht in der Lage am Berg mehr als 8 Stunden km zu fahren. Außerdem war der Preis, wie ich im Nachhinein geststellen musdte deutlich höher. Man hinterlegt über die App seine Kreditkartennummer. Dann wird eine Grundgebühr und ein Minutenpreis oder eine Pauschale für die Entfernung abgebucht. Von dem ersten Anbieter habe ich insgesamt 3 Mal einen Roller benutzt wobei der dritte Roller nicht einwandfrei funktionierte. Dieser nahm das Gas teilweise nicht an und ließ sich manchmal nicht mit der eingebauten Bremse bremsen.
Gleichwohl ist die Art der Fortbewegung in der Stadt ein sehr angenehmes Mittel, weil es zügig ist und keine Wartezeiten verursacht, wie im öffentlichen Nahverkehr. Der Preis ist relativ gering.
Auch der hat sich schon angedeutet, dass sehr viel Leute unterwegs sein würden. Die Schweden haben heute Nationalfeiertag Komma das heißt aber auch dass die Läden und Geschäfte geöffnet hatten. Das hat mich etwas gewundert.
Radio garden bin ich durch die Innenstadt gegangen und noch einmal durch die Altstadt. Die war vollständig mit Touristen überfüllt. Ich hatte schon von dem Skansen Park aus gesehen, dass ein Schiff von AIDA im Hafen lag. Dementsprechend hört man auch dauernd irgendwo deutsch.
Dazu kam, dass es heute sehr warm war. Ich habe mich dann mittags für einige Zeit in meine Zelle zurückgezogen und dann erneut loszuziehen.
Abends wollte ich Ursprünglich wieder hier im Hause essen. Aber die hatten, wohl wegen des Nationalfeiertages tatsächlich geschlossen. So bin ich dann in ein benachbartes Stadtteil gegangen um dort in einem Restaurant zu essen.
Natürlich habe ich mich auch noch erkundigt wie das morgen mit der Fähre sein wird. Dabei habe ich festgestellt dass ich ein Ticket für die Fähre erst auf dem Schiff kaufen kann und dass dieses um 8:45 Uhr bereits losfährt. Das ist aber kein Problem, denn Frühstück gibt es hier bereits ab 7 Uhr. So werde ich morgen noch in Ruhe frühstücken und das umfangreiche Frühstücksbuffet nutzen und dann mein Fahrrad packen und losfahren können. Ich werde etwa 15 Minuten brauchen um am Strömkajen zu sein, von dem das Schiff ablegt.
