Berichte über Radreisen in den Niederlanden, Schweden, Finnland, dem Baltikum, Polen und Norddeutschland
Donnerstag, 22. September 2011
Die Abfahrt und die ersten Kilometer
Kilometer 6,22
Fahrtzeit 0 h 23 min
Früh morgens gegen 5:30 Uhr bin ich aufgestanden. Nach einem kurzen Frühstück bin ich zum Bahnhof nach Rostock gefahren. Diesmal mit deutlich weniger Gepäck als auf meiner Radtour durch Finnland und Schweden. Ich habe lediglich die Back-Roller und die Toptasche mitgenommen. Die Seitentaschen haben jede etwa 6,3 KG Gewicht, die Toptasche etwa 5 KG. Damit lässt es sich gut fahren und wie sich herausgestellt hat auch gut von einer Bahn in die nächste umsteigen. Ich bin nämlich von Rostock mit dem Zug nach Rotterdam und musste dabei drei mal umsteigen.
Aber das hat gut geklappt. Auch die Umsteigezeit war gut bemessen. In Deutschland waren die Züge sogar fast Pünktlich. Den letzten Zug von Amersfort nach Rotterdam habe ich dann aber verpasst. Es fuhr aber 15 Minuten später ein weiterer Zug.
Dann ging es endlich in Holland mit dem Radeln los.
Kilometer 30,39
Fahrtzeit 1 h 42 min
Mit dem GPS ging es gut aus der Stadt raus. Nur auf Radwegen – bis zum heutigen Etappenziel. Es ist schon ungewohnt jeweils auf einer gesonderten Rad-Spur zu fahren und mit anderen Radlern an einer eigenen Fahrradampel zu warten, dass es grün wird. Aber so war es mehrfach. Jede Straßenseite hat in der Regel auch einen eigenen Radweg. Wenn nicht, ist die gesondert markiert und Fahrspuren auf dem Radweg aufgezeichnet. Einfach vorbildlich.
Die Fahrt ging gut. Es war natürlich etwas Gegenwind als ich auf die Küste zufuhr. Wenn der Wind nicht dreht werde ich morgen Rückenwind haben.
Ich bin bis Hoek van Holland gefahren.
Von dort starten die Fähren nach England. Aber es ist ein wirklich kleiner Ort direkt an der Küste. Aber es ist ein netter kleiner Ort. Hier habe ich ein Hotel, das ist ganz in Ordnung.
Die Dusche tat trotz den nur gut 35 gefahrenen Kilometern gut. Ich war bei einem Italiener Nudeln essen. Auch das war ganz in Ordnung.
Morgen kann ich hier ab 7:00 Uhr frühstücken. Mal sehen wann ich aufstehe. Morgen geht es dann auf dem wirklichen Nordsee-Küsten-Radweg in Richtung Alkmaar, das liegt zwar nicht an der Küste, den Ort habe ich mir aber für die nächste Übernachtung ausgesucht.
Samstag, 17. September 2011
Die Planung der Reise
Meine Anfahrt zum Ausgangsort wird diesmal mit dem Zug erfolgen. Ich fahre am 22.09.2011 von Rostock nach Rotterdam. Natürlich muss ich mehrfach umsteigen. Dann werde ich an die hölländische Küste fahren und dort auf Radwegen entlang der Nordsee auf dem Nordsee-Küsten-Radweg bis Hamburg fahren. Hinter Hamburg werde ich mich in Richtung der Ostseeküste und dort direkt Wismar halten. Dann geht es auf dem Ostseeküstenradweg nach Rostock. Nach meiner Planung werde ich etwa 1100 km zurücklegen. Die Etappen sind zwischen 40 und 140 km. Am Tag an dem ich mit der Bahn fahre, werde ich nur noch eine kurze Strecke zurücklegen. Ruhetage habe ich (wiederum) nicht geplant. Übernachten werde ich in Jugendherbgen, Hotels und Pensionen. Dadurch werde ich erheblich weniger Gepäck mitnehmen müssen als bei Übernachtungen im Zelt. Ich werde nur mit 2 Taschen (Ortlieb Back Roller) zuzüglich einer kleineren Tasche, die am Sitz angebracht wird mitnehmen. Ich werde die Reise allein mit meinem Liegerad absolvieren.
Donnerstag, 30. Juni 2011
Nachbereitung
Insgesamt war ich 16 Tage unterwegs.
Nach dem Tacho bin ich 1.580 km gefahren.
Die kürzeste Tagesstrecke betrug 8,59 km (von zu Hause zur Fähre), die längste 158,16 km (Helsinki nach Omnnäs-Tamissari).
Der geschwindigkeits Durchschnitt betrug zwischen 15,09 km/h (von zu Hause zur Fähre) und 20,72 (von Mariehamn nach Norrtälje) km/h.
Zwei Reparaturen waren notwendig. Einmal hatte sich das das Lager des Lenkers gelockert. Darüberhinaus hatte ich einen Platten.
Ich hatte 16 Übernachtungen, davon eine auf der Fähre nach Helsinki, eine in der Jugendherberge in Stockholm und 14 Übernachtunge auf Campingplätzen. Die Kosten für die Übernachtungen betrugen insgesamt (ohne Fähre) 279,31 €. Die teuerste Übernachtung hatte ich in der Jugendherberge in Stockholm für 86,57 € (incl. Bettwäsche und Frühstück). Die günstigste Übernachtung kostete 7,00 € und erfolgt auf dem Camingplatz in Brändö auf den Åland-Inseln.
So sahen meine Füße nach der Tour aus. Ich hatte die ganze Zeit nur die Radsandalen an, dadurch hatte ich spannendes Muster!
Es war schön. Meine nächste Tour plane ich im Herbst 2011. Da werde ich aber nicht im Zelt übernachten, sondern in Hotels, Pensionen und Jugendherbergen.
Nach dem Tacho bin ich 1.580 km gefahren.
Die kürzeste Tagesstrecke betrug 8,59 km (von zu Hause zur Fähre), die längste 158,16 km (Helsinki nach Omnnäs-Tamissari).
Der geschwindigkeits Durchschnitt betrug zwischen 15,09 km/h (von zu Hause zur Fähre) und 20,72 (von Mariehamn nach Norrtälje) km/h.
Zwei Reparaturen waren notwendig. Einmal hatte sich das das Lager des Lenkers gelockert. Darüberhinaus hatte ich einen Platten.
Ich hatte 16 Übernachtungen, davon eine auf der Fähre nach Helsinki, eine in der Jugendherberge in Stockholm und 14 Übernachtunge auf Campingplätzen. Die Kosten für die Übernachtungen betrugen insgesamt (ohne Fähre) 279,31 €. Die teuerste Übernachtung hatte ich in der Jugendherberge in Stockholm für 86,57 € (incl. Bettwäsche und Frühstück). Die günstigste Übernachtung kostete 7,00 € und erfolgt auf dem Camingplatz in Brändö auf den Åland-Inseln.
So sahen meine Füße nach der Tour aus. Ich hatte die ganze Zeit nur die Radsandalen an, dadurch hatte ich spannendes Muster!
Es war schön. Meine nächste Tour plane ich im Herbst 2011. Da werde ich aber nicht im Zelt übernachten, sondern in Hotels, Pensionen und Jugendherbergen.
Freitag, 17. Juni 2011
Von Ystad nach Trelleborg und vom Fährhafen Rostock nach Hause
Kilometer 64,54
Fahrzeit 3 h 48 min
Es hat abends dann etwa ab 21:30 Uhr angefangen zu regnen. Dann, gegen morgen hat es aufgehört. Und bei strahlendem Sonnenschein bin ich losgefahren.
Die ersten Kilometer gingen gut, dann wurde das Wetter sehr schnell schlechter. Der Himmel zog sich zu und es begann zu regnen und stark zu winden – natürlich Gegenwind. Mit Regenkleidung wurde ich trotzdem ziemlich nass. Die Kilometer bis Trelleborg zogen sich. Die Strecke führte meist relativ nah an der Küste, häufig auf Radwegen entlang. In den Ortschaften auch durch Wohngebiete parallel zur Straße / Küste.
In Trelleborg war es dann wieder trocken. Nachdem ich die Fähre gebucht hatte bin ich durch die Stadt und habe mir das wilde Treiben angesehen. Das war es tatsächlich. Die Abiturienten sollen nach der Dame vom Buchungsbüro heute Ihren Abschluss haben. Das wurde gefeiert. Aber auch auf eine schwedische Art. Es wurde zwar gegrölt und gesungen, aber niemals wurde ein Passant belästigt.
Dann ging es auf die Fähre, die zum Großteil mit LKW gefüllt war. Ein paar Urlauber waren auch dabei, aber es waren wenige. Gegen 21:00 Uhr kam die Fähre in Rostock an. Dann ging es recht zügig, die letzten Kilometer nach Hause.
Donnerstag, 16. Juni 2011
Von Karlhamn nach Ystad
Kilometer 152,26
Fahrzeit 7 h 43 min
Ich bin wie üblich ziemlich früh aufgestanden. Wieder erwarten war bereits gegen 6.00 Uhr Sonnenschein. Der Hinterreifen des Liegerades war ziemlich Platt.
Ich habe also das Hinterad ausgebaut und nach Löchern gesucht. Sofort habe ich gesehen, dass der Schlauch entweder zu groß war, oder er wurde so eingebaut, dass er sich an einer Stelle zusammengeschoben hat. Genau da war ein kleines Loch, welches auch nur bei bestimmter Lage des Schlauches Luft herausließ. Ich habe auf die gesamte Stelle lieber gleich einen großen Flicken aufgesetzt. Falls noch mehr dort kommen sollte. Der Schlauch ist nach dem Flicken dicht.
Das hat mich etwas Zeit gekostet, gleichwohl bin ich gegen 8:15 Uhr gestartet. Ich hatte mir gleich morgens vorgenommen in jedem Fall zumindest bis Borrbystrand zu fahren. Möglicherweise sogar bis Ystad, da es dann nur noch etwa 55 km sind. Das ist ganz gut zu schaffen, da die beiden Fährgesellschaften um 14:30 oder 14:45 Uhr abfahren. Im Laufe des Tages habe ich sogar darüber nachgedacht noch die Gesamtstrecke zu fahren. Das hab ich dann aber doch lieber gelassen. Möglicherweise hätte ich das Zeitlich zwar geschafft. Es wäre aber ziemlich stressig geworden.
Es lief ganz gut, die Strecke war teilweiseganz schön. Besonders schön war sie im Bereich Åhus. Sie ist Überwiegend gut ausgebaut und Asphaltiert.
Ich stand dann in Brosarp und hatte die Chance 38 Kilometer nach Borrbystard zu fahren oder auf einer Landesstraße (Nr. 19) direkt mit der Angabe 42 Kilometer nach Ystad. Dafür habe ich mich dann entschieden Morgen sind dann auch einige Kilometer weniger zu fahren. Die Strecke auf der Nr. 19 ging an sich ganz gut. Es ist eine gut ausgebaute Straße, aber praktisch ohne Radwege. Einige Male wurde mir aber himmelangst, da derart Nah ein LKW an mir vorbeifuhr, dass ich fürchtet ich lande unter den Rädern oder im Graben. Es ging aber alles, auch ohne Graben. Zum Schluss, kurz vor dem Campingplatz wäre ich dann auf einem unbefestigten Weg beinahe noch gestürzt. An einer Stelle war plötzlich eine Menge Sand vorhanden. Ich konnte mich gerade noch abfangen.
Das Wetter war die meiste Zeit gut. Erst als ich am Campingplatz war sah es nach Regen aus. Ich habe tatsächlich an vier Stellen Sonnenbrand. An den oberflächen der Hände und an den Oberschenkeln, wo die kurze Hose hochgerutscht ist. Da habe ich anscheinend nicht weit genug eingecremt.
Ich bin abends dann noch in der nähe des Campingplatzes essen gegangen. Das war ganz in Ordnung und auch preislich Akzeptabel. Aber ich musste an der Theke Ordern und habe dann eine Piepser mit Blinklicht mitbekommen, der mir angezeigt hat, wann ich das Essen abholen kann. Ich habe Köttbular mit Pommes gegessen. Das waren aber wirklich von dort selbst gemacht. Die Köttbular und die Pommes haben gut geschmeckt.
Morgen werde ich wie üblich aufstehen und dann zusehen, dass ich um 8:00 Uhr loskomme. Dann habe ich noch genug Zeit zum buchen der Fähre.
Mittwoch, 15. Juni 2011
Von Kalmar nach Karlhamn
Kilometer 151,72
Fahrzeit 8 h 07 min
Heute morgen war es kalt und unfreundlich. Es war etwa 14 Grad, ziemlich windig und bedeckt. Geregnet hat es den ganzen Tag nicht. Man konnte aber kaum pausieren, da man dann aufgrund des Windes so stark auskühlte. Erst gegen Nachmittag wurde das Wetter besser und wärmer. Trotzdem war es weiter windig, erst heute Abend hat der Wind etwas nachgelassen.
Die Strecke bis Lyungby von Kalmar aus war recht schön. Die Strecke lief über eine alte Bahntrasse und war Asphaltiert.
Das sollte aber auch über lange Zeit die schönste Strecke sein. Dann fuhr ich eine weile sogar auf einem Radweg direkt neben der E 22. Der Radweg war schmal, wenn ein Anderer mit Gepäck entgegenkam, wurde es richtig eng. Zumal der Wind teilweise von der Seite blies, so dass ich mit dem Liegerad wegen des Gepäcks auch ziemliche windanfällig war. Erst zum Schluss war die Strecke wieder schöner.
Heute hatte ich eine Art Panne. Die Luft aus dem Hinterreifen war weg, aber ein richtiger Platten war das trotzdem nicht. Ich habe das Ventil getauscht, morgen werde ich dann noch einmal prüfen, wie das mit der Luft so ist. Leider ist das mit der kleinen Pumpe die ich auf der Reise mit habe eine richtige Zumutung.
Ich bin heute viel weiter gefahren als ursprünglich geplant. Morgen kann ich dann bis Borbystrand durchfahren, das dürften dann nur noch etwa 140 km sein. So kann ich hoffentlich die Fähre am Freitagnachmittag nehmen, so dass ich dann gegen 22:30 Uhr in Rostock ankomme.
Der Campingplatz ist ganz schön gelegen. Wie so meist ist er mit einem Badeplatz.
Internet in Form von WLANs ist leider rar gesät. So werde ich wohl erst von zu Hause aus den Rest ins Netz stellen können. Nun werde ich noch ein Kleinigkeit Essen und noch eine Runde gehen. Dann wer ich mich wohl zum schlafen begeben.
Dienstag, 14. Juni 2011
Von Oskarshamn nach Kalmar
Kilometer 103,72
Fahrzeit 5 h 41 min
Die Nacht hat es wieder leicht geregnet. Das zog sich bis zum Morgen hin. Daher habe ich meine Abfahrt etwas verzögert, weil ich hoffte, dass es sich etwas aufklärt. Dem war aber nicht so. Ich ban dann um 9.00 Uhr los, so spät wie nie.
Kurz nach meiner Abfahrt fing es so an zu regnen, dass sich die Regensachen gelohnt haben. Nach 10 km war der Spuk dann aber vorbei.
Ich habe die 2 Brötchen von gestern gefrühstückt, das kam mir aber zu wenig vor. Jedenfalls hatte ich ziemlich schnell wieder Hunger. Ich habe dann im ersten Ort gleich etwas gekauft und dort auch gegessen (am Hafen) und später in Mönsterås habe ich dann einen richtig guten Café Latte getrunken – mit einem Kanelbullar dazu. Der war prima und offensichtlich von der Bäckerei selbst gebacken, was nicht immer der Fall ist.
Die Strecke war relativ eben und kreuzte nur ein paar mal die E 22. Ansonsten hatte ich heute praktisch keine Schotterpisten zu fahren. Es waren überwiegend kleine Straßen mit wenig Verkehr.
Das war ganz angenehm. Nur nach Kalmar hinein zu fahren war nicht so schön. Der Campingplatz wiederum liegt einige Kilometer außerhalb, auf einer Halbinsel. Für einen Stadtcampingplatz ist er sehr schön und ruhig.
Allerdings ist hier wieder kein WLAN verfügbar. Auch in Kalmar selbst habe ich kein freies Netz finden können.
Ich bin abends dann noch einmal in die Stadt um etwas zu essen und um mir die Stadt ein wenig anzusehen. Aber auch hier in Kalmar war ich bereits einige male. Ich ging eine kurze Runde die ich am Hafen gestartet habe und mich durch die Innenstadt führte. Dadurch, dass die Grundtemperatur relativ hoch ist sind heute abend auch sehr viele Leute in Kalmar zu sehen. Es ist viel Leben dort.
Die Etappe war ursprünglich die längste geplante, da ich aber gestern vorgelegt hatte, konnte ich mich mit den gefahrenen Kilometern zufrieden geben. Bei der obigen Entfernungsangabe sind aber die etwa 6 km vom meinem abendlichen Besuch in der Stadt enthalten.
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