Dienstag, 7. Juni 2011

Von Brändö nach Mariehamn (Åland-Inseln)



Die Strecken zwischen Brändö und Vardö ist eine längere Fährüberfahrt gewesen. Kurze Fährfahrten habe ich mit aufgezeichnet.


Kilometer 63,31

Fahrzeit 3 h 28 min

Gestern Abend haben mich noch die Mücken aufgefressen. Ich dachte ja, das wäre am Morgen vorüber, aber dem war nicht so. Es waren auch am Morgen vor 6 Uhr schon etwa 16 Grad – und mal wieder ziemlich windig. Die Mücken hat das aber nicht beeindruckt. Sie schwirrten trotzdem um mich herum.

Nachdem ich mal wieder ziemlich früh aufgestanden bin, habe ich ein Joghurt mit Müsli gegessen und bin dann nachdem ich alles verpackt hatte zum 12 km entfernten Fährhafen Torsholma gefahren. Dort fuhr dann um 08:05 die Fähre nach Hummelvik, als Fährhafen der Hauptinsel der Ålands.

Das darf man sich aber nicht so vorstellen, als wäre die „Hauptinsel“ ebenfalls nur eine Insel. Auch die besteht aus einer erheblichen Menge um nicht zu sagen hunderter kleiner Inseln. Viele sind über Dämme oder Brücken verbunden. Einmal bin ich allerdings mit einer Fähre noch zwischendurch gefahren. Aber generelle habe ich für alle Fähren in Finnland mit dem Rad kein Cent bezahlt. Selbst bei der Fahrt von Torsholma nach Hummelvik nicht – und die fahrt hat etwa 2 ¾ Stunden gedauert.

Tatsächlich fand ich Brändö am Schönsten. Überall hat man die Ostsee gesehen, es gab dort wenig Verkehr und immer wieder fuhr man über Brücken und Dämme. Mal waren die Brücken so schmal, dass nur ein Fahrzeug darüberfahren konnte, mal waren die Brücken mit Holz beplankt. Ich bin vom dem Campingplatz aus bis zum Fährhafen in 12 km Entfernung nur einem Traktor begegnet. Sonst ist nur eine Katze einmal vor mir geflüchtet und ein Fußgänger verschwand auf seinem Grundstück.

Der Weg über die Hauptinsel war mit erheblich mehr Verkehr verbunden als die Tage davor. Eine Besonderheit ist die Festung Bommarsund, durch die die Straße praktisch durchführt.



In Mariehamn habe ich den Campingplatz gleich aufgesucht und nachdem ich das Zelt aufgebaut habe geduscht. Zum ersten mal habe ich mich auf meiner Reise Rasiert, das war auch nötig.

Jetzt habe ich zuerst in einem Café ein freies Wlan gefunden, später habe ich festgestellt, dass die Bibliothek in Mariehamn ebenfalls über ein freies Wlan verfügt. Ich werde nun meine täglichen Berichte einstellen.

Morgen geht dann über den Rest der Ålands zum schwedischen Festland. Diese Fähre wird aber zur Abwechslung auch für mich als Radler etwas kosten....

Montag, 6. Juni 2011

Von Naantali nach Brändö (Åland-Inseln)


Die Strecken, die nicht angezeigt werden sind längere Fährüberfahrten. Kurze Fährfahrten habe ich mit aufgezeichnet.

Kilometer 103,41 (nach dem Tacho - und damit ohne die Fährüberfahrten)

Fahrzeit 5 h 48 min

Super früh bin ich aufgestanden. Nämlich bereits um 4:00 Uhr. Um 5:00 Uhr bin ich abgefahren. Gefrühstückt habe ich nicht, da das Joghurt, welches ich frühstücken wollte von irgendeinem Tier gefunden wurde. Das hat die Packung aufgerissen und (zumindest teilweise) gefressen. So hab ich 3 Riegel zum Frühstück gegessen (Pick Up). Ich musste bis um 8:00 Uhr etwa 30 km zurückgelegt haben, da so früh die Fähre ging die ich gern nehmen wollte.

Später am Tage wäre zwar auch noch ein Fähre gefahren, aber erst Nachmittags. Und ich wollte ja noch weiter. Ich bin dann über die Inseln gefahren. Das war schön schön, besonders schön war es aber erst auf den Inselnd, die zu den Ålands zählen.

Dazu zählt die Insel auf der ich nun bin - Brändö.


Ich wollte sogar weiter fahren, bin auch bis zum Fährhafen, was etwa 11 km weiter ist. Da hab ich gewartet bis ich festgestellt habe, dass ich mich im Fahrplan verguckt habe. Ich hatte die falsche Richtung gewählt. Es wäre dann zwar noch ein Fähre auf die Hauptinsel der Ålands gefahren, die wäre aber erst um 23.40 Uhr angekommen. Das wollte ich dann aber nicht riskieren. Ein Campingplatz wäre auch nicht direkt an der Fähre gewesen. So bin ich wieder zurück gefahren und habe mich auf dem zuvor verschmähten Campingplatz eingenistet.

Der Kostet zwar auch nur 7,00 €, mehr ist er auch nicht wert. Eine Wiese, mit ein Paar Stromanschlüssen (die mich nicht interessieren). Eine Dusche, und je eine Toilette (für Männlein und Weiblein). Keine Küche, wie in Skandinavien sonst absolut üblich. Aber es ist der Einzige hier auf der Insel...

Dafür hab ich dort im "Restaurant", was zum Campingplatz gehörte was gegesssen und das war ganz in Ordnung. Es gab Pommes mit ein paar Scheiben gebratener Wurst von schottischen Hochlandrindern. Und ein paar Blätter Salat. Hier noch ein paar Eindrücke:



Morgen werde ich wieder recht früh aufstehen, damit ich die Fähre um 8:05 Uhr erreiche. Die Nächste würde erst wieder um 15:10 Uhr fahren. Dazu kommt, dass die Fähre etwa 2 ½ Stunden unterwegs ist. So kann ich dann bequem gegen frühen Nachmittag in Mariehamn (der Hauptstadt der Ålands) sein.

Sonntag, 5. Juni 2011

Von Salo nach Naantali



Kilometer 87,37

Fahrzeit 4 h 45 min

Früh morgens um 4 Uhr fing es leicht an zu Regnen. Ich bin aufgestanden und hab den Sitz des Liegerades abgedeckt. Das hatte ich nicht gemacht, weil ich wegen des starken Windes fürchtete, das das Rad mit dem Regenschutz schneller umgeworfen wird. Es hat aber nur wenig geregnet und immer wieder aufgehört. Ich bin dann recht früh hoch und ziemlich genau um 8:00 Uhr losgefahren. Geregnet hat es dann nicht mehr. Anfangs war es noch relativ windig. Später kam dann die Sonne raus. Während der Fahrt ging es, auch wenn ich mir irgendwann meine kurze Hose angezogen habe.

Heute war die Strecke schön. Kleinere, aber gut ausgebaute Straßen und nicht ganz so Steil.


Wenig Verkehr und landschaftlich bis auf einige Kilometer um Turku herum recht schön. Durch Turku bin ich mitten durch. Das ging dann mit dem GPS recht gut. Dort hab ich dann Mittags am Ufer eines Flusses etwas gegessen.

Nach dem Essen bin ich dann weiter um die letzten Kilometern nach Naantali hinter mich zu bringen.

Ich hab dann mein Zelt aufgebaut, geduscht und bin in die Stadt gegangen um sie mir anzusehen. Die Stadt ist Schön - eine richtige Sehenswürdigkeit.

Es gibt viele Holzhäuser, die meisten in Stil von Villen.

Im Hafen lagen eine Menge Boote. Es gab gerade ein Fest mit Straßenständen, das gerade beendet wurde.

Ich hab dann ein Eis mit 2 Kugeln gegessen (für sagenhafte 4,60 € - und es waren für meine Begriffe ganz normale Kugeln, keine Großen), hab mich in einen Park gesetzt und gelesen und bin später noch Essen gegangen. Leider habe ich auf dem Campingplatz wieder kein WLAN. So muss ich die Texte später veröffentlichen.

Morgen werde ich sehr früh aufstehen, da ich um 08:15 Uhr eine Fähre bekommen möchte, die etwa 35 km von hier entfernt liegt. Es fährt zwar noch eine, die aber erst am Nachmittag. Das würde dann mit der Folgefähre auf die erste der Aland-Inseln (Brändö) zu spät werden. Aber das frühe Losfahren ist auch in Ordnung wenn es wieder so warm wird und die Sonne soviel scheint. Ich habe mich erst als ich die kurze Hose angezogen habe eingecrement. Meine Beine und mein Gesicht – aber meinen Nacken habe ich vergessen. So hatte ich natürlich dort einen Sonnenbrand.

Samstag, 4. Juni 2011

Von Omnäs-Tamissari nach Salo


Kilometer 80,98

Fahrzeit 4 h 23 min

Vorweg: Es wurden nur gut 80 km. Aber der Reihe nach. Ich bin sehr früh aufgestanden, weil ich ohne Brille auf die Uhr gesehen habe und voll Schreck dachte, dass es bereits sehr spät sei. Ich habe aber falsch herum auf die Digitaluhr gesehen. Es war dann 5:48 als ich die tatsächliche Uhrzeit bemerkte. Ich habe mir dann viel Zeit gelassen und einige Dinge trocknen lassen und bin etwas nach 8:30 Uhr los. Es war aber in Ordnung. Die Temperatur war schon früh relativ hoch. Den ganzen Tag schien die Sonne. Gegen Nachmittag kam dann wieder starker Wind auf.

Gefrühstückt habe ich nur ein übriggebliebenes Brötchen von Gestern. Später hab ich dann Unterwegs zwei weitere Brötchen gegessen.

Die Strecke war nicht so toll. Solange ich auf der zweistellig bezeichne Straße nach Salo fuhr, war die Straße zwar hervorragend, es war aber viel Verkehr. Die kleinen Straßen waren dann teilweise wieder sehr steil, da die Straßenführung jeden Hügel mitgenommen wurde. Auch heute waren einige Schotterstraßen dabei.
Landschaftlich Reizvoll war es nur zu einem geringen Teil.

Die Randgebiete von Salo waren nicht schön und die Zufahrt zum Campingplatz ließ mich schlimmes befürchten. Aber der Platz ist zumindest nett gelegen, am Ende einer Landzunge, die vermutlich nur durch den Damm der zum Campingplatz führte zu einer Landzunge wurde. Aber es gab ein Café, das selbstgebackenes der Betreiber angeboten hat.

Morgen geht es dann über Turku nach Nantalie. Ich hoffe auf etwas ebenere Straßen oder zumindest nicht mit so starken Steigungen.

Freitag, 3. Juni 2011

Von Helsinki nach Omnäs-Tamissari


Kilometer 158,18

Fahrzeit 8 h 48 min

Nach der langen fahrt mit der Fähre bin ich endlich in Finnland angekommen.





Vorweg: Es war ein anstregender Tag. Geplant hatte ich eine Strecke von etwa 135 km. Das fand ich für den ersten Tag schon recht viel. Es wurden dann aber noch einige km mehr. Das lag daran, dass ich mein GPS nicht richtig eingestellt hatte und nur nach einer Übersichtskarte fuhr. Die Detailkarten hatte ich nicht aktiviert. Aber dies Reise ist auch meine erste mit einem GPS. Sonst bin ich immer mit Landkarten, meist sogar speziellen Karten auf denen auch die Radwege aufgeführt sind gefahren. Dies hat aber auch einen erheblichen Nachteil. Bei etlichen strecken mußte ich nahezu an jeder Kreuzung anhalten und nachsehen wo es weitergeht. Mit GPS ist das bei guter Planung der Touren anders. Als ich etwa 60 km gefahren hatte ware etwa die Hälfte der bis dahin zurückgelegten Strecke Umwege. Meine Unsicherheit hat sich also auch darin etwas fortgesetzt. Dann ist mir noch einmal mein GPS-Gerät während der Fahrt, bei mehr als 20 km/h auf die Straße geflogen (weil ich es vorher nicht richtig hab einrasten lassen), später als ich die Accus wechseln musste ist anscheinend die Speicherkarte aus der Verriegelung im Gerät gerutscht – was ich natürlich nicht sofort bemerkt habe. Plötzlich war aber keine Karte mehr verfügbar. Zuerst dachte ich, dass dies die Folge des "abfluges" meines GPS-Geräts war. Es lag dann glücklicherweise aber nnur an der herausgerutschten Speicherkarte. Das GPS hat den Sturz aber gut überstanden.

Die ersten 80 km bin ich praktisch nur Radwege gefahren. Später dann fuhr ich auf Landstraßen mit meist wenig Verkehr. Es ging ziemlich hoch und runter. Hoch mit tatsächlich auch mal nur 5 km/h und runter dann immer wieder mit über 40 km/h. Ich habe auch an ein paar wenige Hügel schieben müssen. Das waren nur kurze Strecken, die aber besonders Steil waren. Manche davon waren obendrein Schotterwege, so dass ich dort zusätzlich bedenken hatte wegzurutschen. Es gab auch solche (Kies-) Wege bergab, die ich mit aller Vorsicht und mit beiden Füßen auf dem Boden herunter gerollt bin, weil die richtig steil nach unten gingen.
Die Finnen sind sehr rücksichtsvolle Autofahrer. Sie passen gut auf die Radler auf und überholen im Zweifel lieber nicht.

Zwischenzeitlich habe ich mich etwas besser daran gewöhnt mit dem Gepäck zu fahren. Das Fahren ist auch kein Problem. Aber nach wie vor das Anhalten, das Absteigen und das Aufsteigen. Das Rad ist hinten so schwer, dass es mir schon einige male umgekippt ist.

Im Randbezirk von Helsinki stehen die schönsten Villen, direkt an der Küste.

Dazu in solchen Mengen, dass man sich wundert. Die Finnen scheinen grundsätzlich über relativ viel Geld zu verfügen. Es gab auf der heutigen Strecke zumindest praktisch keine verlassenen und heruntergekommenen Häuser, wie man das immer wieder in Schweden sieht. Das mag nicht repräsentativ für ganz Finnland sein, aber mir fällte es hier auf.

Als ich endlich angekommen bin hab ich mein Zelt aufgebaut , habe geduscht und bin im Campingplatz – Restaurant Essen (und was trinken;-)) gegangen.


Das Essen war erstaunlich gut. Aber es hat fast das Doppelte gekostet wie die Nacht auf dem Campingplatz...

Meine morgige Route beträgt nach meiner Planung nur 85 km. Mal sehen wieviel Kilometer es dann tatsächlich werden.

Donnerstag, 2. Juni 2011

ein Tag auf der Ostsee...

Die Nacht war für mich nicht sonderlich gut. Ich bin wenig erholt. Mehrere Male war ich wach. Gleichwohl war ich dann erstaunt, als ich morgens festgestellt habe, dass dann doch schon 7:00 Uhr ist. Ich habe mich noch einmal hingelegt und bin dann etwa ein halbe Stunde später aufgestanden. Nach einem schnellen Besuch des Badezimmers bin ich los, nur um Festzustellen, dass es erst ab 9:00 Uhr Frühstück geben wird. So hab ich also gleich angefangen ein wenig zu lesen. Ich hatte mit auf unseren Oyo (eBook Reader) das Buch „Finnen von Sinnen“ heruntergeladen um mich auf Finnland einzustimmen.

Das Schiff ist relativ Schnell unterwegs. Draußen fällt dies auch durch den Fahrtwind auf. Es scheint die Sonne. An Deck ist es aber auch wegen des Windes nicht sonderlich warm.



Der Tag vergeht ereignislos. Es gibt die festen Zeiten für das Essen, das ich im Voraus gebucht habe. Ansonsten kann man Lesen und sogar im Internet surfen. Das hab ich aber erst gegen Mittag in Erfahrung gebracht. Von der Kabine aus geht dies aber kaum. Die WLAN-Verbindung ist dort zu schwach.

Mal sehen ob ich es schaffe den Blog zu veröffentlichen.

Morgen gibt es jedenfalls ziemlich früh etwas zu Essen, da wir nach finnischer Zeit bereits um 7:00 Uhr in Helsinki ankommen.

Mittwoch, 1. Juni 2011

Abreise



Am Abend des 01.06 gegen 21:30 Uhr ging es von zu Hause aus los. Anja hat noch ein Foto von mir gemacht.



Es war dann mit dem vielen Gepäck erst mal eine sehr wacklige Angelegenheit.

Ich bin vor der Reise nicht einmal mit Gepäck gefahren, was mich dann erst einmal sehr verunsichert hat. Die Straßenlage meines Liegerades hat sich durch die gut 30 Kg Gepäck sehr geändert. Das hatte ich so nicht erwartet. Natürlich ging es gleich etwas langsamer als bei meinem Trainingsfahrten, Andererseits vermittelte das Fahren dennoch eine gewisse Leichtigkeit. Die Durchschnittsgeschwindigkeit wird erheblich niedriger als bei meinen Trainingsausfahrten sein. Dennoch bereiten mir die geplanten Routen wenig Kopfzerbrechen. Anders sieht es mit der Beherrschbarkeit des Rades aus. Da bin ich wie gesagt stark verunsichert.

Von zu Hause fuhr ich die etwa 8 Kilometer zum Seehafen nach Rostock. Auch diese Strecke fuhr ich mit meinem GPS, obwohl das natürlich nicht nötig gewesen wäre. Diese Strecke bin ich schon oft gefahren. Dabei habe ich gleich gemerkt, dass ich das Display des GPS nicht so gut sehen kann, wie von mir gewünscht. Ich hoffe das führt nicht zu Schwierigkeiten im unbekannten Gelände.

Ungewöhnlich war für mich, dass ich an der Fähre an den Schalter für Fußgänger verwiesen wurde. Bei den anderen Fähren mit denen ich bisher mit dem Fahrrad gefahren bin erfolgte das Einchecken immer an den Kfz-Schaltern.


Nachdem ich zur Fähre fahren konnte habe ich nur wenige Minuten warten müssen um dann an Bord gewunken zu werden. Beim Anhalten habe ich das Liegerad nicht richtig halten können, so dass es mir hinten, wo das gesamte Gewicht des Gepäcks lag gleich wegrutschte. So viel mir das Rad beim Absteigen um. Immerhin blieb ich stehen. Ich sollte in der Fähre dann aber ein Deck weiter nach oben fahren. Da ich mit dem Gepäck unsicher war, habe ich lieber geschoben. Ich wollte nicht das Risiko eingehen daf der Rampe in der Fähre zu stürzen. Es wird einige Tage dauern, bis ich mich mit dem beladenen Liegerad sicher fühle. Ein wenig Respekt habe ich vor der Ortsdurchfahrt Helsinki. Eine Sraßenkarte von Helsinki habe ich nicht. Nur die geplante Route mit dem GPS. Natürlich auch die Karte auf dem Gerät, die recht genau ist. Notfalls werde ich vom Kartenmodus auf den Modus in dem die Beschreibung der weiteren Route erfolgt umschalten müssen. Geplant habe ich die Strecke ganz gut, so meine ich wenigstens.

Die Voucher für die Mahlzeiten und die Karte für die Kabine habe ich bereits beim Einchecken erhalten. Auf dem Deck habe ich mein Rad abgestellt und anggeschlossen. Das ganze Gepäck habe ich dann in einem in die Kabine gewuchtet. Vier Radtaschen, 2 Säcke, 1 Zelt und die Toptasche – aber ich musste immerhin nicht mehrmals gehen. Die Kabine ist ungewöhnlich, weil Quer geschnitten. Ein Bett liegt gegenüber der Tür und eines am Fußende des anderen Bettes. Das Bad ist an der Stirnseite, die gegenüber dem 2. Bett steht. Sonst sind die Bäder in die Kabinen hineingebaut. Hier hat man fast den Eindruck, dass es sich dabei um einen weiteren kleinen Raum handelt. Aber es gibt 2 Schränke mit viel Platz, so dass ich mein Gepäck in die Schränke stellen kann. Ich lasse nur mein Toptasche und mein Tasche mit der Nachtwäsche und dem Jack Wolfskin Waschsalon draußen.

Die Uhrzeit auf der Fähre richtet sich nach der finnischen Zeit. Diese ist der unsrigen Zeit in Deutschland um 1 Stunde voraus. Ich habe also erst einmal die Uhr gestellt. Nach einem kurzen Rundgang über die Fähre habe ich mich hingelegt. Die Fähre ist immer noch modern, aber in der Größe nicht vergleichbar mit den Fähren die auf der Route Kiel-Oslo oder Kiel-Göteborg verkehren. Sie ist auch nicht mit den anderen Rostocker Fähren nach Gedser oder Trelleborg vergleichbar. Diese Fähre ist doch ein wenig mehr Kreuzfahrtschiff.